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Melita Tuschinski
Dipl.-Ing./UT, Freie Architektin
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Seit 1999 Redaktion EnEV-online

EnEV-Praxis Dialog:
- Flachdach-Sanierung
- KfW-40-Förderantrag
- Energieausweis-Bedarf
- Software und Arbeitshilfen

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Liebe Leserin, Lieber Leser,
Planen Sie auch Sanierungen im Bestand? In der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift »Bauphysik 5/2008« finden Sie interessante Beiträge zu diesem Thema. Sechs Hefte im Wert von jeweils 54 Euro verlosen wir diesmal.

-> Nehmen Sie an der Verlosung bis einschl. 23.11 teil!


 
EnEV-Nachweis für Flachdach-Sanierung
     

Flachdach sanieren

 

Flachdach Industriebau
Sanierungen zukunftsorientiert planen

Frage eines Bauingenieurs und Statikers: Für einen Auftraggeber planen wir zurzeit die Sanierung des Flachdaches einer Montagehalle. Sie wurde Anfang der 70-er Jahre erbaut. Das Flachdach hat dem Besitzer schon vielfache Probleme bereitet. Als Lösung wurde immer wieder eine zusätzliche Dachhaut angebracht - mittlerweile sind es insgesamt acht Lagen - das Dach ist jedoch trotzdem wieder undicht. Nun haben wir alle Dachhautlagen entfernt und planen die gründliche Sanierung. Dabei werden wir auch eine Wärmedämmung einbauen, so dass das Flachdach die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007, Anlage 3, Tabelle 1, Zeile 4b) erfüllt. In den nächsten Jahren will der Besitzer weitere energiesparende Baumaßnahmen durchführen. Ist es für die Festlegung der Dämmschichtdicke vorerst ausreichend einen Einzelbauteilnachweis zu führen?

Antwort:  Melita Tuschinski, Stand: 12.11.2008

Sanierungen zukunftsorientiert planen und umsetzen
Für das aktuelle Bauvorhaben - die Sanierung des undichten Flachdachen - reicht der Nachweis des Wärmeschutzes nach der aktuellen EnEV 2007. Für zukünftige Sanierungen wird es jeweils maßgebend sein, was geändert wird und welche Anforderungen die geltende Energieeinspar-Verordnung zu dem Zeitpunkt stellt. Im Bestand unterscheidet die aktuell EnEV 2007 zwischen Änderungen (Sanierung, Modernisierung), Umbauten und Anbauten. Bei Anbauten über 50 Quadratmeter (m²) Nutzfläche müssen die Außenbauteile des Anbaus so geplant und gebaut werden, dass der Anbau die Neubau-Anforderungen erfüllt. Wenn der Auftraggeber größer Sanierungen und Anbauten beabsichtigt, sollte man im Blick behalten, dass die neue EnEV 2009 im Laufe des nächsten Jahres voraussichtlich in Kraft tritt und damit voraussichtlich auch strengere Maßstäbe gelten werden. Manch ein Auftraggeber wird sich erfahrungsgemäß mit seinen Sanierungsmaßnahmen und Investitionsentscheidungen beeilen, um den verschärften Regelungen zu entgehen. Dies ist wohl nicht im Sinne des Verordnungsgebers, für Fachleute können sich jedoch aus dieser Situation heraus etliche Planungs-Aufträge ergeben.
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EnEV Anlage 3: Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen
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 Energieausweis-Bedarf für KfW-40-Förderantrag
     

KfW-Förderung

 

Energieausweis-Bedarf für KfW-40-Förderantrag
Nachweis Biogasheizung - nicht KWK

Frage eines Diplomingenieurs und Energieberaters: Für einen Auftraggeber stelle ich zurzeit Bedarfs-Energieausweise aus für seine KfW-40-Förderantrage für die KfW-Förderdatenbank (ehemals: Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dabei untersuche ich auch die Nutzung von Biogas als Brennstoff für konventionelle Verbrennung / Heizung, d.h. nicht Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Welchen Primärenergiefaktor muss ich bei Berechnungen nach Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) berücksichtigen?

Antwort:  28.10.2008, Autor: Michael Brieden-Segler, Geschäftsführer e+u energiebüro, Bielefeld

Primärenergiefaktoren für erneuerbaren Brennstoff
Die Primärenergiefaktoren für die EnEV-Berechnung sind in der DIN V 4701-10*) bzw. der DIN V 18599-1**) hinterlegt. Beide Normen geben für erneuerbare Energien gleiche Werte an. Zu berücksichtigen sind die nicht erneuerbaren Anteile. Als erneuerbarer Brennstoff für Heizungsanlagen wird in beiden Normen lediglich Holz mit einem Primärenergiefaktor von 0,2 angegeben. Bei Nah/Fernwärme aus Heizwerken ist in beiden für erneuerbaren Brennstoff der Wert 0,1 angegeben. Sofern es sich um eine im Haus befindliche Heizungsanlage - also keine Nah/Fernwärme – handelt, besteht daher derzeit in beiden Normen eine Regelungslücke.

*) Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen - Teil 10: Heizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung

**) Energetische Bewertung von Gebäuden - Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung - Teil 1: Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Zonierung und Bewertung der Energieträger
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DIN V 4701-10 und DIN V 18599: www.enev-normen.de
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 Bedarfs-Energieausweis für Wohnbestand
     

Bedarfsbasierter Energieausweis

 

Energieausweis-Bedarf für MFH
Anlagentechnik für verschiedene Etagenheizungen bewerten

Frage einer Architektin: Bei der Erstellung eines Energiebedarfsausweises für ein Mehrfamilienwohnhaus (MFH) mit fünf Wohneinheiten (WE) stellt sich folgendes Problem: Jede der fünf Wohnung ist mit einer Etagenheizung ausgestattet, drei davon sind Gasthermen. In der vierten  Wohnung gibt es Öl-Einzelöfen, in der fünften Wohnung jedoch nur Holzöfen. Für alle drei Heizarten finde ich in der Bekanntmachung zur vereinfachten Datenaufnahme nur Erzeugeraufwandszahlen. Wie ermittle ich jedoch aus drei verschiedenen Größen die Werte für das gesamte Haus?

Antwort:  28.10.2008, Autor: Michael Brieden-Segler, Geschäftsführer e+u energiebüro, Bielefeld

Anlagenaufwandzahl im Wohnbestand ermitteln
In den „Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohngebäudebestand“ sind, wie von der Fragestellerin richtig ausgeführt, Anlagenaufwandszahlen für verschiedene versorgungstechnische Systeme enthalten. Diese sind, neben dem Alter der Anlage, insbesondere von der durch das System versorgten Gebäudenutzfläche AN abhängig. Da im vorliegenden Fall eine eindeutige Zuordnung der Heizungen zu den Wohnungen möglich ist, ist die jeweilige Anlagenaufwandszahl je Heizungssystem bezogen auf die jeweilige Wohnung zu ermitteln. Der Heizenergiebedarf des Gebäudes ist entsprechend der jeweiligen Wohnungsgröße aufzuteilen und mit der zugehörigen Anlagenaufwandszahl zu gewichten. Aus der Summe des so ermittelten Heizenergiebedarfs bzw. Primärenergiebedarfs der einzelnen Wohnungen ergibt sich der Heizenergiebedarf bzw. der Primärenergiebedarf für das gesamte Gebäude.
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Energieausweis: Daten im Baubestand aufnehmen und verwerten
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 Software und Publikationen
Software und Internet   Software und Internet
- BKI ENERGIEplaner zur EnEV 2009
- Weka Media: Energieausweis leicht gemacht
- Beuth Verlag: Online-Dienste zur EnEV-Praxis
- Wienerberger: Planungs-Software zur EnEV 2009

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Checklisten  

Checklisten
- EnEV 2009 oder EnEV 2007 - welche Fassung gilt?
- Energieausweis: Nur Bedarfsausweis seit Okt. 2008?
- Kompass für Aussteller: Energieausweis im Bestand
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Broschüren und Arbeitshilfen  

Publikationen und Arbeitshilfen
- Neues Wärmegesetz 2009 - kostenfreie Broschüre

Energieausweis und EnEV
- Energieausweis, Energiepass und EnEV - Broschüren
- Beuth Verlag: Alle Infos rund um die EnEV
- Haufe: EnEV-Praxishilfen für Immobilienverwalter

Beraten planen und bauen
- Wienerberger: Energieeffizientes Mauerwerk
- Interpane: Glasbau energieeffizient planen + bauen
- IVPU: Wärmeschutz mit Polyurethan-Dämmung
- GGM: Wärmeschutz mit Mineralwolle-Dämmung
- FPX: Wärmeschutz mit XPS-Wärmedämmstoffen

Wohnungslüftung
- VFW: Wohnungslüftung - Fachinfo und Praxishilfen
- Lunos: Wohnungslüftung mit Komfort - Praxishilfen

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 Impressum


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Institut für Energie-Effiziente
   Architektur mit Internet-Medien
   Melita Tuschinski, Dipl.-Ing./
   UT Austin, Freie Architektin

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   Fax: +49 (0) 711 - 615 49 27
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   Internet: www.tuschinski.de

 


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